Pilates ist kein FrauenSport! 


Pilates für Männer – das war ursprünglich die Norm, denn der Erfinder Joseph Hubert Pilates (1883-1967) hat das Trainingsprogramm für Soldaten in Gefangenschaft, während er selbst in England inhaftiert war, entwickelt. Schon damals war das Ziel des ambitionierten Boxers, die körperliche Konstitution und Fitness zu stärken. 


Heutzutage denkt so mancher bei Pilates zuerst an Sport für Frauen, zumal auch viele Pilatesstudios durch ihr Interior eher Frauen ansprechen leider! Doch täten viele Männer gut daran, sich einem Ganzkörpertraining mit Pilates zu unterziehen, statt ausschließlich einem Krafttraining mit Hanteln und anderen schweren Gewichten nachzugehen. Das Resultat davon sind nämlich oft verkürzte und verletzungsanfällige Muskeln, die schnell ermüden und nicht besonders alltagstauglich sind! 


Unterschiede zwischen Pilates für Männer und Pilates für Frauen finden sich bei der Auswahl der Übungen und dem Einsatz von Pilatesgeräten. Intensität und Art der Übungen sind bei reinen Männerkursen meist höher. Männer lieben den Einsatz von sogenannten Pilates – Großgeräten, wie dem Pilatesreformer oder Cadillac, um die Muskeln stärker zu beanspruchen. Das Training gegen die Federwiderstände gibt ein gutes Feedback zur eigenen Muskelarbeit und entspricht allen modernen Gesichtspunkten von „Functional Training“, das derzeit voll im Trend liegt. Denn beim Pilates wird in Muskelketten trainiert, die auch im Alltag gut zusammenarbeiten müssen und der ganze Körper wird bei jeder Übung ganzheitlich gefordert.


Deshalb hat sich Pilates während der letzten Jahre zunehmend als modernes Fitnesstraining auch für Männer etabliert und kann nicht mehr als einfacher Trend abgetan werden, der schnell wieder in Vergessenheit geraten ist. Männer entdecken inzwischen genauso wie Frauen, dass regelmäßige Pilatesübungen bestens geeignet sind, um die eigene Fitness aufzubauen und zu erhalten. Das Training ist kurzweilig und vielseitig und das Thema Rückenschmerzen kann ad acta gelegt werden.